Heul nicht, mach doch!

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Heul nicht, mach doch!

Am 25. Mai 2019 fand das erste FEMboss Festival in der Stuttgarter Phoenixhalle statt. Ich durfte als Speakerin dabei sein (Danke an Organisatorin Anja für die Einladung ♥)  und zwei Expert(innen)runden übers Podcasten leiten. Es waren jeweils vier Frauen dabei, die sich fürs Podcasten interessierten. Von „Ich hör privat gern Podcasts und wollte mal wissen, wie das geht“ bis zu „Ich will auf jeden Fall einen Podcast starten und hätte gern Tool-Tipps“ waren alle Stadien vertreten. Ich habe versprochen, diese Tool- und Linktipps zu verschriftlichen – also sind sie hier!

Die Schritte zum eigenen Podcast

(Wir gehen jetzt davon aus, dass euer Konzept schon steht 😉

Schritt 1: Folgen aufnehmen

Nehmt am besten gleich mehrere Folgen auf, um mit einem Puffer zu starten. Denkt auch an die Nullfolge (kurze Vorstellungsfolge, in denen ihr klärt: Wer seid ihr, warum macht ihr den Podcast, was können Hörerinnen in der Zukunft erwarten?) – aber nehmt die am besten auf, wenn ihr euch schon ein bisschen warmgeredet habt und euch sicherer vorm Mikro fühlt.

An Mikrofonen gibt es zum Beispiel USB-Mikrofone, die man an den PC anstöpselt, kleine Lavalier-Mikrofone fürs Smartphone und Aufnahmegeräte, die man auch mobil (für Interviews oder Reportagen, ohne PC) nutzen kann. Ich hatte dabei: Ein Samson Meteor USB-Mikrofon (ca. 50€), ein Rode SmartLav+ Ansteckmikrofon (ca. 45€) und ein Zoom H2n Aufnahmegerät (ca. 150€, mein Favorit).

Für Aufnahmen mit einer Interviewpartnerin, die weiter weg wohnt, kann man Tools wie zoom.us nutzen. Dieses Tool erlaubt, beide Spuren aufzuzeichnen.  Falls das nicht geht oder die Internetverbindung nicht so gut ist, kann die Interviewpartnerin auch parallel mit ihrem Smartphone aufnehmen.

Für Aufnahme und/oder Schnitt könnt ihr die kostenlose Software Audacity benutzen – das ist die, die ich euch gezeigt haben. Falls ihr eh die Adobe Cloud besitzt, habt ihr euch Audition, Mac-User haben Garageband.

Schritt 2: Folgen bearbeiten

Richtige Minimalistinnen schneiden nicht viel – Intro und Outro dran, fertig 😉 Wenn du mehr bearbeiten willst, kannst du die Pausen und Versprecher herausschneiden, die Lautstärke anpassen (z.B. wenn ein Lachen sehr laut war) und evtl Anpassungen wie eine Rauschentfernung vornehmen. Entsprechende Audacity-Tutorials findest du wie Sand am Meer bei Youtube.

Die fertigen Folgen exportierst du als MP3.

Schritt 3: Account bei einem Hoster und Feed anlegen

Nun brauchst du einen Ort im Internet, wo du deine Folgen ablegst. Das können spezielle Podcast-Hoster sein (z.B. podcaster.de und podigee.de), oder du nutzt das WordPress-Plugin Podlove für deine bestehende Website, oder du nutzt den Dienst anchor.fm aus den USA.

Dort legst du deinen Podcast an (Titel, Beschreibung, Podcast-Cover, iTunes-Kategorie etc.) und erstellst deinen Podcast-Feed. Mit diesem ließe sich dein Podcast theoretisch jetzt schon abrufen. Einfacher ist es aber, wenn der Podcast in einem Verzeichnis zu finden ist.

Schritt 4: Podcast bei iTunes einreichen

iTunes ist das wichtigste Verzeichnis für Podcasts. Je nach Hoster kann es sein, dass dieser automatisch dort eingereicht wird; oder ihr macht das manuell. Beachtet, dass die Prüfung einige Tage dauern kann.

Auch Spotify wird immer wichtiger. Hier gilt das Gleiche: bei einigen Podcast-Hostern wird Spotify automatisch benachrichtigt; ansonsten müsst ihr euch dort bewerben.

Schritt 5: Podcast bekannt machen

Nutzt eure bestehenden Netzwerke und Social-Media-Präsenzen, um auf euren Podcast aufmerksam zu machen. Im Laufe der Zeit werdet ihr im Verzeichnis auch bei „Ähnliche Podcasts“ gefunden. Bewertungen und hohe Download-Zahlen sollen dabei helfen, dass der Podcast gefunden wird und vielleicht sogar in die Charts eurer Kategorie kommt.

 

Wenn ihr das Ganze nochmal in ausführlich hören wollt – hier geht’s zur Podcast-Folge #machdoch ’nen Podcast (meta, meta!)

 

Und jetzt: Viel Spaß beim Podcasten und sagt mir bitte Bescheid, wenn ihr euren Podcast herausbringt! – Kato

 

Hi, ich bin Kato! Ich unterstütze dich als Mentorin bei deinem Passion Project.